Hand schreibt etwas auf Block

"Housing First" – Ansätze der Wohnungslosenhilfe

Am 28. Juni 2018 lud der Paritätische Wuppertal Mitgliedsorganisationen, Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung und der Politik sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Fachvortrag über Housing First ein. Housing First ist ein innovativer Ansatz in der Wohnungslosenhilfe: Obdachlose erhalten zunächst eine Wohnung, erst dann werden alle anderen Probleme wie Schulden, Sucht oder Arbeitslosigkeit in Angriff genommen. Aber nur, wenn dies auch gewünscht wird, was meist der Fall ist. Internationale Studien haben bewiesen, dass Housing First nicht nur mehr Menschen dauerhaft von der Straße holt, sondern auch kostengünstiger ist als die wiederholte Unterbringung in Übergangsunterkünften.

Housing-First-Fonds


In Ländern wie Österreich, Finnland oder Portugal wird der Housing First-Ansatz im Kampf gegen Wohnungslosigkeit bereits sehr erfolgreich praktiziert. In Deutschland ist er noch wenig verbreitet. Mit dem Projekt Housing-First-Fonds wollen der Paritätische NRW und fiftyfifty, eine Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW, das nun ändern. Der Düsseldorf Maler Gerhard Richter spendete dem Projekt 18 Bilder. Erwartet werden insgesamt Verkaufserlöse von mehr als einer Million Euro. Damit soll der Ankauf von bis zu 100 Wohneinheiten für zuvor wohnungslose Menschen bezuschusst werden.