Rückansicht eines jungen Mannes mit gesenktem Kopf

Homo- oder trans*feindliche Straftaten anzeigen

Kampagne „Ich zeige das an!“ klärt auf und ermutigt

Eine neue Kampagne der Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben, Schwule und Trans* in NRW ermutigt Opfer homo- oder trans*feindlich motivierter Straftaten, Anzeige zu erstatten, wenn sie wegen ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität verbal oder körperlich angegriffen wurden. Die Landeskoordination hat ihren Sitz bei rubicon Köln, Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW.

Viele trauen sich nicht oder wissen zu wenig


Menschen, die Opfer von homo- oder trans*feindlichen Übergriffen werden, trauen sich oft nicht, Anzeige zu erstatten. Andere wissen gar nicht, dass sie auch bereits bei vermeintlich kleineren Angriffen, zum Beispiel in Form von Beleidigungen oder durch Anspucken, Anzeige erstatten können. Mit der Kampagne „Ich zeige das an!“ klärt die Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben, Schwule und Trans* in NRW nun darüber auf, was strafrechtlich relevant ist. Bunte Postkarten, die landesweit in Szenekneipen und Treffpunkten ausliegen und im Internet verbreitet werden, sorgen für Aufmerksamkeit für das Thema. Tipps und Informationen zur Anzeige von Gewalt bei der Polizei geben ein Flyer und die extra eingerichtete Internetseite www.ich-zeige-das-an.de. Wichtig: Nicht nur der Übergriff an sich sollte zur Anzeige gebracht werden, sondern auch die homo- oder trans*feindliche Motivation. Dies trägt dazu bei, dass diese Form von Gewalt statistisch erfasst und somit sichtbar wird.


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