Eine Gruppe Studierende arbeiten gemeisam an einem Projekt.

Gegen den Fachkräftemangel

Kooperation des Paritätischen NRW und der Paritätischen Akademie NRW mit der SRH Hochschule NRW ermöglicht berufsbegleitende akademische Qualifizierung

Der Fachkräftemangel stellt die soziale Arbeit vor große Herausforderungen. Aus diesem Grund haben der Paritätische NRW und die Paritätische Akademie NRW sich mit der SRH Hochschule NRW zusammengeschlossen, um neue Chancen durch eine berufsbegleitende, akademische Qualifizierung zu schaffen.

Kompetente Mitarbeitende für Führungspositionen finden und motivierte Fachkräfte langfristig binden? Eine Aufgabe, die alle Bereiche und Arbeitsfelder der sozialen Arbeit vor große Herausforderungen stellt. Der andauernde Fachkräftemangel trifft auch die 3.200 Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW. Das Potenzial innerhalb der Mitarbeiterschaft ist da, allerdings mangelte es bisher oft an einem direkten Zugang zu Qualifizierungsangeboten und einer bedarfsgerechten, individuell abgestimmten Beratung. Das soll sich ändern.

Neue Kooperation, neue Chancen

Aus diesem Grund ist der Paritätische NRW gemeinsam mit der Paritätischen Akademie NRW nun eine Kooperation mit der SRH Hochschule NRW eingegangen. Ab dem Wintersemester 2022 bietet die Paritätische Akademie NRW in Kooperation mit der SRH den berufsbegleitenden Studiengang „Soziale Arbeit“ an. „Mit der Zusammenarbeit soll Mitarbeitenden in Mitgliedsorganisationen der Zugang zur akademischen Qualifizierung erleichtert werden“, erklärt Nadine Koster, Bildungsreferentin Berufliche Bildung bei der Paritätischen Akademie NRW. Das Ziel? „Mitarbeitende motivieren, sie zu Fach-und Führungskräften ausbilden und möglichst langfristig an Mitgliedsorganisationen binden“, so Koster. Engagierten, berufserfahrenen Mitarbeitenden wird die Chance geboten, unter attraktiven und modernen Bedingungen ihr Fachwissen zu vertiefen und hilfreiche Kompetenzen für neue Aufgabenfelder zu entwickeln.

Kein Abitur notwendig

Voraussetzung für das Studium ist unter anderem ein Wochenpensum von mindestens 12,5 Stunden im sozialen Bereich. Darüber hinaus sollten Interessierte entweder einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss (zum Beispiel eine berufliche Ausbildung oder ein Studium) absolviert haben oder über ein Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife / der vollen Fachhochschulreife verfügen. Alternativ wird auch ein Meisterprüfungszeugnis oder eine Berufsausbildung mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung anerkannt. „Wer bereits eine Ausbildung absolviert hat oder schon lange im Beruf ist, kann sich diese Erfahrung anerkennen lassen“, sagt die Bildungsreferentin. „So können die Studienzeit verkürzt und Kosten eingespart werden.“

Kein Wegfall im Arbeitsalltag

Durch die berufsbegleitende Ausrichtung können Mitgliedsorganisationen auch während des Studiums im Arbeitsalltag auf ihre Beschäftigten bauen. Darüber hinaus kann das neu erlernte Wissen aus dem Studium sofort in der Praxis umgesetzt werden. „Die Mitgliedsorganisationen profitieren davon, dass ihre Mitarbeitenden fachlich noch sicherer arbeiten“, sagt Koster.

Familie, Beruf und Studium vereinbar

Durch geringe Präsenzzeiten und flexible Selbstlernphasen haben Studierende ihr Zeitmanagement selbst in der Hand. „Es gibt keinen Frontalunterricht, die Studierenden können ihr Pensum dadurch zu einem großen Teil selbst bestimmen“, erklärt Koster. Beruf, Familie und Studium bleiben so in Balance. Pro Semester gibt es vier Präsenzblöcke und zehn Selbstlerneinheiten. „Während der Präsenztermine werden in kleinen Teams gemeinsam mit den Dozent*innen und Tutor*innen maximal zwei Fächer parallel bearbeitet“, so Koster. Im Anschluss gibt es eine Prüfung. Auch hier profitiert das Berufs- und Privatleben davon, dass es keine geballten Prüfungsphasen gibt.

Digitale Infoveranstaltungen

Interessierte Mitarbeitende und Mitgliedsorganisationen erhalten in mehreren digitalen Veranstaltungen der Paritätischen Akademie NRW alle relevanten Informationen rund um das Studium.

Studium, ja oder nein?

Unsicher, ob das Studium das Richtige ist? Lassen sich Job, Familie und Studium wirklich unter einen Hut bringen? „Ein Studium aufzunehmen, ist ein Schritt, der wohl überlegt sein will“, sagt Koster. Interessierte sollen sich mit dieser Entscheidung nicht allein fühlen. Die Paritätische Akademie NRW bietet daher digitale Entscheidungsworkshops an, in denen interessierte Mitarbeitende alle aufkommenden Fragen ausgiebig besprechen können und so im Anschluss sicher wissen, ob das Studium für sie in Frage kommt oder nicht.

Weitere Infos

Absolvent*innen des berufsintegrierenden Studiengangs B. A. Soziale Arbeit erhalten den Titel Bachelor Soziale Arbeit. Für den Studienbeginn im Wintersemester 2022 ist eine Bewerbung ab sofort möglich. Studienort für die Präsenzblöcke ist der SRH Campus Rheinland. Die Regelstudienzeit ist sechs Semester. Die Studiengebühren für Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW betragen 374 Euro monatlich plus eine einmalige Immatrikulationsgebühr von 480 Euro. Digitale Infoveranstaltungen zum Studium gibt es am 19. April 2022 von 15.00 bis 17.00 Uhr und am 17. Mai 2022 von 10.00 bis 12.00 Uhr. Digitale Entscheidungsworkshops für Interessierte finden am 16. Mai 2022 von 17.00 bis 20.00 Uhr und am 13. Juni 2022 von 14.00 bis 17.00 Uhr statt.

 


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