Eine große Gruppe Afghanen steht auf einem Flugplatz.

Gefährdete Afghan*innen aufnehmen!

Aufruf von Pro Asyl und weiteren 55 Organisationen – auch der Paritätische NRW unterstützt die Forderungen

Am 26. August 2021 ist die deutsche Evakuierungsaktion aus Afghanistan nach der Machtergreifung der Taliban eingestellt worden. Viele gefährdete Menschen und ihre Familien harren in Verstecken aus, fürchten um ihr Leben und das ihrer Kinder. Andere sind bereits auf der Flucht. In einem Aufruf fordert Pro Asyl gemeinsam mit 55 weiteren Organisationen die sofortige Fortsetzung der Aufnahme und darauf aufbauende Landes- und Bundesaufnahmeprogramme. Unabhängig davon müsse der Familiennachzug schnell und unbürokratisch ermöglicht werden. Zu den 55 Organisationen, die den Aufruf unterstützen, gehören auch der Paritätische NRW, andere Landesverbände des Paritätischen sowie der Paritätische Gesamtverband.

Leben retten

Zu den gefährdeten Menschen, die noch immer in Afghanistan festsitzen, gehören zum Beispiel Mitarbeitende lokaler Partnerorganisationen und deutscher Organisationen, Frauenrechtsverteidiger*innen, Menschenrechtsaktivist*innen, Journalist*innen, bei Subunternehmen beschäftigte Ortskräfte und Regierungsangestellte, die für einen demokratischen Staat und eine unabhängige Justiz eingetreten sind. Zudem sind Angehörige von in Deutschland lebenden Afghan*innen und Deutschen in Gefahr, sie werden zum Teil bereits von den Taliban gesucht. Für sie sieht die Bundesregierung aktuell keine Aufnahme vor. Die 55 Organisationen, die in den vergangenen Wochen tausende verzweifelte Hilferufe erreichten, fordern deshalb, dass diesen Menschen schnellstmöglich eine Aufnahme ermöglicht wird und so Leben gerettet werden.

Der Aufruf mit allen Forderungen der 55 zeichnenden Organisationen steht auf der Internetseite von Pro Asyl zum Herunterladen zur Verfügung.

 

 

Bild: ©john smith 2021/shutterstock